9 Anfängerfehler bei Tough Mudder, die Du vermeiden solltest

By Veronika | 11. Juni 2018

 

Über den Autor

Michael Mudder GuideMichael hat bereits über 50 Tough Mudder absolviert und ist stolzer Träger des schwarz-goldenen Stirnbands. Zusammen mit seinen Teamkameraden betreibt er die inoffizielle Fanseite Mudder Guide und bereitet damit nicht nur Anfänger gezielt auf Tough Mudder vor, sondern hält auch erfahrene Mudder bei Laune. Lies Dir Michaels Tipps durch und wenn Du denkst, dass Du bereit für die Herausforderung bist, melde Dich hier zu Deinem Tough Mudder Event an.

 

 

 

 1. Die falsche Ausrüstung wählen

Tough Mudder ist nicht vergleichbar mit einer Runde joggen im Park. Tonnenweise Schlamm und die zahlreichen Wasserhindernisse verlangen nicht nur dir, sondern auch deiner Ausrüstung jede Menge ab!

Ist deine Kleidung also nicht aus einem Material, das schnell trocknet, so können dir Arctic Enema 2.0 und Co. gehörige Probleme bereiten. Auch bei den Schuhen ist von „normalen“ Laufschuhen eher abzuraten, denn das wäre in etwa so als würde man mit Sommerschuhen in die Alpen fahren. Wenn du dennoch mit an und für sich ungeeigneter Kleidung an den Start gehen möchtest, dann bitte in der Art und Weise, dass auch die anderen Mudder etwas davon haben: Ziehe dir ein cooles Kostüm über und mache Tough Mudder ein wenig bunter!

2. Die ersten Kilometer zu ungestüm angehen

Obwohl wir genau wissen was uns erwartet und obwohl wir bestens vorbereitet sind, schießt der Puls vor dem Start noch mal ordentlich in die Höhe.

Dieses Phänomen sollte bei deinem ersten Tough Mudder noch mal umso krasser sein. Wer sich jetzt zu sehr von seinem Adrenalin treiben lässt und die ersten 2-3 Kilometer zu ungestüm angeht, der kann sich gleich zu Beginn ziemlich abschießen. Gehe den Lauf also zunächst mal in moderatem Tempo an und schau, dass du richtig warm wirst und deinen Puls allmählich in den Griff bekommst. Später kannst du immer noch Gas geben.

3. Bei Erschöpfung stehen bleiben

Durchaus nachvollziehbar, aber so ziemlich das Schlimmste was man machen kann, ist bei Erschöpfung stehen zu bleiben. Dadurch fährt nicht nur deine Körpertemperatur herunter, sondern auch deine Muskeln neigen dazu zuzumachen. Wenn du gar nicht mehr kannst, dann versuche also zumindest zu gehen und dabei gleichmäßig zu atmen. Auch dies sollte jedoch nicht von langer Dauer sein. Ziel ist es so schnell wie möglich wieder in einen leichten Laufschritt zu kommen.

4. Schlecht ernährt und/oder dehydriert an den Start gehen

Einige Mudder machen sich über ihre Ernährung kurz vor dem Lauf nicht allzu viele Gedanken. Das führt dann dazu, dass Milch- und Vollkornprodukte während dem Lauf schwer im Magen liegen, dass der Akku von Anfang an nur halb aufgeladen ist, du deinen Schweißverlust nicht richtig kompensieren kannst oder ähnliches.

Um es super komprimiert auszudrücken: Nimm die letzten beiden Tage genügend Kohlenhydrate zu dir (dabei musst du es nicht übertreiben), verzichte am Wettkampftag auf Vollkorn- und Milchprodukte und greife stattdessen beim Frühstück auf kurzkettige Kohlenhydrate (Brötchen mit Marmelade oder Honig, Traubenzucker, Banane, Müsliriegel, etc.) zurück. Nimm nach dem Aufstehen genügend Flüssigkeit zu dir und trinke eine Viertelstunde vor dem Warm-up noch mal einen halben Liter Wasser. Du bist dann bestens versorgt und die Verpflegungsstationen während des Laufs sind mehr als ausreichend.

5. Nach den Wasserhindernissen nicht mehr richtig auf Temperatur kommen

Einige Mudder sind nach ihrer ersten Bekanntschaft mit dem Arctic Enema 2.0 noch regelrecht geschockt und bleiben eine ganze Weile stehen, beispielsweise um auf die restlichen Teamkameraden zu warten. Das kann böse enden und ganz schnell zu einer Auskühlung führen!

Sobald du aus dem kalten Wasser kommst, solltest du dich also bewegen was das Zeug hält, um ganz schnell wieder auf Betriebstemperatur zu kommen! Selbst wenn du auf deine Teamkollegen warten musst, so solltest du zumindest auf der Stelle springen, deine Arme kräftig kreisen, usw. Lass den ganzen Körper arbeiten und schau, dass du so schnell wie möglich wieder trocken wirst!

6. Parkticket erst am Veranstaltungstag kaufen

Bestelle das Parkticket auf alle Fälle rechtzeitig vorher online. Das erspart dir nicht nur Stress am Eventtag, sondern ist darüber hinaus auch noch deutlich günstiger!

7. Die Actioncam an den Wasserhindernissen versenken

Bei jedem Tough Mudder werden im Nachgang zahlreiche Actioncams aus den vielen Wasserhindernissen gefischt. Gib deine deshalb besser kurzzeitig einem deiner Teamkameraden oder bei einem Volunteer in Obhut oder halte diese zumindest fest in der Hand.

Egal wie fest die Kopfhalterung nämlich beim Laufen sitzen mag – der Tauchgang ins Wasser stellt ein enormes Risiko dar! Achte des Weiteren darauf, dass du eine Kontaktdaten und deine Anschrift ins Case packst, falls dir doch ein Malheur passieren sollte. Die Jungs und Mädels von Tough Mudder sind dann so nett und schicken dir diese im Nachgang zu.

8. Vergessen, Piercings und Schmuck auszuziehen

Kannst du dich noch an das merkwürdige Fach erinnern, das Physik heißt? Dort hat man gelernt, dass Metall in ganz hervorragender Weise Strom leitet. Glaub uns, Electroshock Therapy ist nicht der geeignete Ort für experimentelle Physik! Entledige dich vor dem Start also am besten von deinem Schmuck und deinen Piercings.

9. Falsch oder gar nicht trainieren

Du musst sicherlich kein Spitzenathlet sein, um bei Tough Mudder heil ins Ziel zu kommen, aber 18 Kilometer und über 20 Hindernisse haben es dennoch in sich!

P.S.: Insbesondere #5 kann besonders verhängnisvoll werden...

Um Dich ideal auf Deinen Tough Mudder vorzubereiten, schaue auf unsere Trainingsseite, auf der wir kostenlose Trainingsplaene und Videos fuer Dich zusammengestellt haben. Hier findest Du ein paar der Hindernisse, auf die Du Dich vorbereiten kannst.

*Mudder Guide ist eine inoffizielle Fanseite, die nicht von Tough Mudder geführt wird. Tough Mudder übernimmt keinerlei Haftung für deren Inhalte.