Erfahrungsbericht einer Mudderin oder 3 Vorurteile, die Frauen gegenüber einem Tough Mudder haben

By Anonymous | 21. March 2016

 

Über die Autorin

Veronika EverestVeronika, Mitarbeiterin von Tough Mudder, hat ihren ersten Tough Mudder hinter sich und ist stolze Trägerin des orangenen Stirnbands. Ihre Erfahrungen auf dem Tough Mudder Kurs hat sie als Inspiration für alle Frauen geschrieben, die sich nicht sicher sind, ob Tough Mudder als Frau das Richtige für sie ist.

  

Auch wenn ich für Tough Mudder arbeite, habe ich mich vor meinem ersten Lauf in etwa so angehört: "Als Frau an einem Tough Mudder teilnehmen? Ich weiß nicht ... ist das nicht nur was für Männer? WAS, 18 Kilometer? Das schaff' ich nie im Leben. Außerdem hab' ich wohl kaum genug Kraft, mich an solchen Wänden hochzuziehen." Aber wie ich feststellen musste, sind das (leider) nur dünne Vorurteile bzw. Ausreden, mich vor dieser Herausforderung zu drücken.

 

1. Vorurteil: Das ist nur was für toughe Kerle

Ok, zugegebenermaßen habe ich eine handvoll von muskelbepackten Kerlen auf dem Kurs verteilt gesehen, die sich mit einer Leichtigkeit über die Hindernisse geschwungen haben. Allerdings ist der Frauenanteil inzwischen erfreulich hoch und steigt ständig weiter an. Angefangen von normal sportlichen Mädels wie mir, denen es vor allem darum geht, die Strecke lebend zu überstehen, über begeisterte Mudder-Legionärinnen, die den Kerlen in nichts nachstehen, sind hier alle vertreten. Und man kann klar erkennen, dass auch nicht jeder der männlichen Teilnehmer 7 Tage die Woche ins Fitnessstudio geht ;)

2. Vorurteil: Ich kann nie 18 Kilometer am Stück laufen

Die längste Strecke, die ich jemals zuvor am Stück gelaufen bin, waren in etwa 5 Kilometer! 18 - 5 Kilometer ergibt eine Differenz von 13 Kilometern ... wie ich die durchgehalten habe? Ganz einfach, bei jedem Tough Mudder sind 20+ Hindernisse auf der gesamten Strecke verteilt. Das heißt, die 18 Kilometer werden schön aufgelockert, sodass Du maximal 1 Kilometer am Stück laufen musst, bis das nächste Hindernis kommt. Dort kann man meist gut verschnaufen, indem man den Teamkollegen hilft, lustige Fotos schießt usw. Und dann stürzt man sich mit Freude in den nächsten KM!

3. Vorurteil: Ich habe zu wenig Kraft

Einige wenige Hindernisse basieren komplett auf Oberkörperkraft, z.B. Funky Monkey. Bei diesem Hindernis muss man sich an einem Klettergerüst über ein Becken mit schlammigem Wasser hangeln. Ein paar Sprossen habe ich dort geschafft, dann bin ich leider wie ein nasser Sack ins Wasser gefallen. Aber was macht man dann? An den Beckenrand schwimmen, raussteigen, Krone richten, weiterlaufen. Für nächstes Jahr plane ich tatsächlich, meine Arme und Schulter ein bisschen mehr zu trainieren und das Ziel für den nächsten Lauf ist es, mindestens drei Sprossen mehr als 2015 zu schaffen. :) Für all die anderen Hindernisse wie Berlin Walls etc. ist ein trainierter Oberkörper zwar durchaus hilfreich, aber man hat ja genug helfende Mudder-Hände um sich herum. Teamwork wird hier wirklich groß geschrieben! Und die Männer freuen sichen, wenn sie einmal den Gentleman spielen dürfen und den Ladies über ein Hindernis helfen können.

Mein Fazit: Traut Euch Mädels, Ihr werdet es nicht bereuen! Ich werde in 2016 mindesten einen weiteren Tough Mudder laufen.
Viel Spaß im Schlamm, Eure Veronika (:

 

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